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Brandenburg Donnerstag, 24 November 2016 21:02 |  von (4)

Abhärtung stärkt das Immunsystem

Abhärtung stärkt das Immunsystem

Der Herbst ist da, die Temperaturen schwanken und die Menschen sind kälteempfindlicher. Jetzt ist unser Immunsystem besonders gefordert. Heizungsluft trocknet die Schleimhäute der Atemwege aus, sodass Viren die Schleimhäute befallen und schlimmstenfalls über das Blut in den Körper gelangen können. Um sich bestmöglich davor zu schützen, sollte man sich schon frühzeitig abhärten. Methoden zur Abhärtung gibt es einige. Auch wenn Abhärtung häufig als Mythos abgetan wird, ist es unstrittig, dass sie die körpereigene Abwehr stärken und Erkältungskrankheiten vorbeugen oder abschwächen kann.

Saunieren, der Klassiker wenn es um Abhärtung geht

Wer 1-2 Mal pro Woche in die Sauna geht, stärkt seine Abwehrkräfte und sein Herzkreislaufsystem. Regelmäßige Saunagänger sind laut der Gesundheitsredaktion von erkältet.info  nachweislich seltener erkältet. Der positive Effekt tritt etwa nach einem viertel Jahr ein, verliert sich aber fast ebenso schnell wieder, sobald man damit aufhört. Besonders wichtig beim Saunieren ist die anschließende kalte Dusche oder das kalte Tauchbecken. Das stärkt Herz und Kreislauf, regt die Durchblutung an. So gelangen mehr Zellen des Immunsystems dorthin, wo sie zur Abwehr von Viren und Bakterien benötigt werden. Ist man bereits erkrankt, ist vom Saunieren abzuraten, denn die in der Regel hohen Temperaturen in der Sauna stressen den ohnehin geschwächten Körper zusätzlich.

Die Kneipp-Therapie für zu Hause

Das warm-kalt Wechselduschen nach Kneipp die Anfälligkeit und Häufigkeit von Atemwegsinfekten deutlich reduzieren können, ist bekannt. Auch Herzkreislaufkranke können davon profitieren. Wechselduschen verbessern die Temperaturregulation der Haut und damit auch die Durchblutung der Nasen- und Rachenschleimhaut. Sie können Erkältungen zwar nicht verhindern aber dazu beitragen, dass der Körper weniger kälteanfällig und damit abgehärteter ist.

Vitaminreiche Ernährung und ausreichend Schlaf

Vitaminreiche Ernährung ist grundsätzlich wichtig, besonders aber in der kalten Jahreszeit, denn sie hat wesentlichen Einfluss auf das Immunsystem. Zu einer ausgewogenen Kost gehören viel Obst und Gemüse. Unsere Nahrung sollte reich an Vitaminen A, C, D und E und Spurenelementen wie Eisen, Zink, Kupfer und Selen sein. Dabei spielt auch der Darm eine wichtige Rolle, denn er hat ein eigenes Immunsystem und ist wesentlich an der Bekämpfung von Krankheitserregern beteiligt. Dementsprechend gehören zu einer ausgewogenen Ernährung auch Ballaststoffe und viel Wasser. Mindestens ebenso wichtig ist ausreichend Schlaf. Nachts sind die Immunzellen am aktivsten und können Viren und Bakterien effektiv bekämpfen.

Körperlichen und seelischen Stress vermeiden

Stress zu vermeiden ist leichter gesagt als getan. Doch weniger Stress hat positive Auswirkungen auf den ganzen Körper. Andauernder Stress kann das Immunsystem schwächen und so den Körper anfälliger für Erkältungskrankheiten und Grippe machen. Auch seelischer Stress kann krankmachen, denn das Immunsystem beeinflusst auch die Psyche. So sind beispielsweise depressive und ängstliche Menschen besonders anfällig für Infektionen. In vielen Fällen können regelmäßige Entspannungsübungen hilfreich sein. Auch sollte man sich öfter mal eine Auszeit vom Alltag nehmen.

Sport ist kein Mord

Sport ist eine der wichtigsten Abhärtungsmethoden gegen Erkältung und Grippe, sofern er regelmäßig und in Maßen betrieben wird. Er stärkt das Immunsystem, Herz und Kreislauf und regt den Stoffwechsel an. Allerdings sollte man es nicht übertreiben, denn exzessiver Sport kann eher das Gegenteil bewirken. Ein moderates Sportprogramm von 20-30 Minuten täglich stärkt dagegen die Abwehrzellen des Körpers. Bei Fieber ist jegliche sportliche Betätigung jedoch tabu, denn das könnte lebensbedrohlich werden.

Foto: Timo Klostermeier  / www.pixelio.de

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