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Brandenburg Sonntag, 06 November 2016 11:55 |  von Redaktion

Zukunftspreis Brandenburg 2016 verliehen. Drei Niederlausitzer Unternehmen ausgezeichnet

Zukunftspreis Brandenburg 2016 verliehen. Drei Niederlausitzer Unternehmen ausgezeichnet

Der Zukunftspreis Brandenburg 2016 wurde am Freitag auf Schloss Neuhardenberg an neun Unternehmen verliehen. Mit ihren Geschäftsideen und -entwicklungen überzeugten sie die Jury von ihren besonderen Leistungen für die Brandenburger Wirtschaft. Alle Preisträger zeichnen sich zudem durch Engagement für ihre Mitarbeiter und ihre Region aus.

Die Jury wählte die Gewinner aus rund 80 Bewerbungen aus:

EMT Media Electrics GmbH (Lübbenau) Die Kernkompetenzen des Handwerksbetriebes liegen im Kabel- und Leitungsbau.

Heute sind rund 30 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Einen großen Wert legt der Betrieb auf die Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Zudem wird auf die Ausbildung von jungen Menschen gesetzt. Sein Unternehmertum und die gesellschaftliche Verantwortung, die der Geschäftsführer Marko Tauscher als Sponsor für Sportvereine und den Heimatverein übernimmt, führten zum Zukunftspreis Brandenburg 2016.

Heizung und Sanitär Woltersdorf e.G. (Woltersdorf) Die Woltersdorfer Sanitär und Heizung e.G. erhält 2016 den Zukunftspreis, weil sich die Entscheidung für die Unternehmensform der eingetragenen Genossenschaft im Juli 1990 nach mehr als 25 Jahren als stabil, zukunftssichernd und mitarbeiterfreundlich erweist. Insbesondere die vorbildliche und ausgezeichnete Ausbildungsförderung des Unternehmens überzeugte die Jury.

Jende Posamenten Manufaktur (Forst) Viel Patriotismus, viel Herzblut und noch viel mehr Leidenschaft: Das ist die Geschichte von Diane Maren Jende, der Inhaberin des Unternehmens. Das Ziel ist, ein altes und vom "Aussterben" bedrohtes Handwerk zu erhalten.

Die Jende Posamenten Manufaktur ist eine der letzten dieser Art in Deutschland.

Kunella Feinkost GmbH (Cottbus) Die Kunella Feinkost GmbH erhält den Zukunftspreis Brandenburg 2016 als modernes Traditionsunternehmen, welches durch Qualität und Konsequenz am Markt im In- und Ausland sehr erfolgreich ist. Lothar Parnitzke gelingt es seit 51 Jahren mit einer Mischung von solider Bodenständigkeit, kluger kaufmännischer Kalkulation und gutem Gespür für den Markt, das Unternehmen kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Silicon Radar GmbH (Frankfurt (Oder)) Das breite Spektrum in der Anwendung der Produkte basiert auf der weltweiten Führung in den Bereichen Stromeinsparungen, Präzision und Miniaturisierung.

Neben kundenspezifischen Entwicklungen setzt sich das Unternehmen mit eigenen Produkten erfolgreich am Weltmarkt durch. Hochbezahlte Ingenieure aus der ganzen Welt arbeiten hier für die regionale Wirtschaft.

WIB homecare GmbH (Jüterbog) Auf beeindruckende Weise zeigt die WIB homecare GmbH, dass Wirtschaftlichkeit und Einfühlungsvermögen ein Paar Schuhe sein können.

Eine Pflegeeinrichtung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Patienten im Koma bestmöglich zu therapieren oder wenigstens zu fördern und eben nicht so lange wie möglich im Heim zu behalten. So ein Angebot mit einem stetig geforderten Team von Pflegekräften und Ärzten aufrecht zu erhalten, verdient Anerkennung der besonderen Art.

Bäckerei & Konditorei "Ihre kleine Backstube" (Nuthetal) Als erster Brotsommelier des Landes Brandenburg fungiert Holger Schüren nicht nur als Botschafter für gutes und gesundes Brot, sondern ist auch ein Aushängeschild für das gesamte brandenburgische Bäckerhandwerk weit über die Landesgrenzen hinaus. Er gibt jungen Menschen eine Chance, sich eine berufliche Zukunft in ihrer Heimat aufzubauen.

Schwefel-Friseure (Neutrebbin) Die Schwefel-Friseure aus Neutrebbin und Wriezen erhalten 2016 den Zukunftspreis, weil Friseurmeister Daniel Schwefel den 200-jährigen Familien- und Traditionsbetrieb neu ausrichtete, die Zahl der Mitarbeiter erhöhte und neben der Lehrausbildung großen Wert auf Personalentwicklung und -bindung legt.

SIK-Holzgestaltungs GmbH (Niedergörsdorf) Freiräume schaffen, spielend, innovativ und kreativ. Das ist das Konzept, welches dem Unternehmen nun schon seit über 25 Jahren einen nationalen und internationalen Erfolg beim Design und Bau von Kinderspielplätzen beschert.

Das Unternehmen kümmert sich hoch engagiert um den qualifizierten Fachkräftenachwuchs, setzt Maßstäbe im holzgestaltenden Handwerk, sorgt für einen schonenden Umgang mit den Ressourcen der Natur und lebt so in einer beispielgebenden Art und Weise eine besondere regionale Verantwortung.

Ein Sonderpreis wurde durch den früheren Ministerpräsidenten Manfred Stolpe an Klaus Windeck, ehemaliger Präsident der Handwerkskammer Potsdam und ehemaliger Geschäftsführer der Metallbau Windeck GmbH, übergeben. Untrennbar ist sein Name mit dem Gelingen der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen nach der deutschen Wiedervereinigung und der ihr folgenden brandenburgischen Erfolgsgeschichte im Handwerk verbunden. Beharrlich, klug und mit Ausdauer hat er zudem einen erfolgreichen Traditionsbetrieb weiterentwickelt. Sein ehrenamtliches Engagement war darüber hinaus stets geprägt vom hartnäckigen Kampf für die Interessen des Handwerks, getreu nach dem von ihm geprägten Satz "Ein Handwerk – eine Stimme" sowie einem leidenschaftlichen Ringen um den Nachwuchs – immer verbunden mit einem großen Herzen und absoluter Verlässlichkeit.

Wirtschaftsminister Albrecht Gerber hat die Innovationskraft und Verlässlichkeit der brandenburgischen Unternehmen gewürdigt. „Qualität ,made in Brandenburg‘ ist in ganz Deutschland und auch international gefragt. Dass unsere Wirtschaft auf einem guten Weg ist, verdanken wir vor allem den Klein- und Mittelständlern. Die mutigen Unternehmerinnen und Unternehmer sind fleißig und kreativ, wagen Neues, besetzen Nischen und Marktlücken, übernehmen Verantwortung und bringen Brandenburg so weiter nach vorne“, sagte Minister Gerber heute bei der Verleihung des Zukunftspreises in Neuhardenberg.

Er verwies dabei auf die positive Entwicklung auf dem Brandenburger Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote hat sich binnen zehn Jahren mehr als halbiert. „Lag die Quote im Oktober 2006 noch bei 15,6 Prozent, verzeichnete Brandenburg im Oktober dieses Jahres 7,3 Prozent Arbeitslosigkeit – der niedrigste Wert seit 1990. Das ist ein großer Erfolg, den Politik, Wirtschaft und Sozialpartner gemeinsam erreicht haben“.

Dem Zukunftspreis misst der Minister eine hohe Bedeutung bei: „Der Preis ist Würdigung und Dank zugleich für unsere Unternehmerinnen und Unternehmer im Land. Er rückt das ins Licht, was märkische Unternehmen tagtäglich leisten.“

Eine der drängendsten Fragen bleibe auch künftig die Fachkräftesicherung. „Unsere Firmen müssen auch weiterhin junge Leute einstellen, ausbilden und zu guter Arbeit motivieren. Denn geschulte Fachkräfte sind unser größtes Kapital“, sagte Gerber. Der Minister lobte zudem das hohe Engagement der ausgezeichneten Firmen für die Gesellschaft. „Ob Handwerk oder IT-Betrieb, ob jahrhundertealte Firma mit Tradition oder junges Start-up – in Brandenburg zeigen Firmen Solidarität. Das ist eine vorbildliche Haltung“, hob Gerber hervor.

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