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Brandenburg Donnerstag, 29 September 2016 18:29 |  von Redaktion

Brandenburgs Arbeitslosenzahl erstmals unter 100.000er-Marke

Brandenburgs Arbeitslosenzahl erstmals unter 100.000er-Marke

Die Zahl der Arbeitslosen im Land Brandenburg ist zum ersten Mal seit der Wende unter die 100.000er-Marke gefallen: 98.696 Frauen und Männer waren im September bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 7,5 Prozent. Arbeitsministerin Diana Golze sagte: „Eine Arbeitslosenzahl unter der 100.000er-Marke ist eine sehr gute Nachricht für Brandenburg. Das zeigt, dass die Brandenburger Arbeitsmarktakteure bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit erfolgreich sind. Trotz der positiven Entwicklung stehen wir aber auch künftig vor großen Herausforderungen. So muss es uns gemeinsam gelingen, die Digitalisierung der Arbeitswelt im Sinne Guter Arbeit zu gestalten. Qualifizierung, Sozialpartnerschaft und Arbeitsschutz sind die zentralen Themen, wenn es darum geht, die Chancen der Digitalisierung für Brandenburg zu nutzen. Dabei müssen wir darauf achten, dass für besondere Zielgruppen am Arbeitsmarkt wie Geringqualifizierte, Langzeitarbeitslose und Migranten Möglichkeiten der Teilhabe eröffnet werden. “

Die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen, die Gestaltung des digitalen Wandels der Arbeit und die Sicherung der nötigen Fachkräfte sind Ziele der neuen Brandenburger Sozialpartnerrichtlinie. Das Förderprogramm des Arbeitsministeriums ist im August in Kraft getreten. Bis Ende 2020 stehen dafür 7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung.

Arbeitsministerin Golze sagte: „Ziel unserer Arbeitsmarktpolitik sind gute und sichere Arbeitsplätze für alle Brandenburgerinnen und Brandenburger. Attraktive Arbeitsbedingungen und eine hohe Tarifbindung sind ein entscheidender Beitrag zur Fachkräftesicherung. Hier knüpfen wir mit der neuen Sozialpartnerrichtlinie an. Gemeinsam mit Arbeitgebern und Gewerkschaften wollen wir die Arbeitsbedingungen der Zukunft gestalten. Je besser die Lage auf dem Arbeitsmarkt für gut qualifizierte Fachkräfte und insbesondere junge Menschen wird, desto stärker müssen wir Geringqualifizierte, Langzeitarbeitslose und Migrantinnen und Migranten bei der Suche nach guter Arbeit unterstützen. Hier sind besonders die Arbeitgeber gefordert, auch diesen Menschen Chancen zu bieten. Langfristig werden sie davon profitieren.“

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im September in Brandenburg 98.696 Menschen arbeitslos, davon 44.381 Frauen (45,0 Prozent). Das sind 3.374 Personen weniger als im August 2016 und 8.848 weniger als im September 2015. Im Vergleich zum Vormonat ist die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren um 9,1 Prozent auf 7.032 und die der älteren Arbeitslosen im Alter von 50 Jahren und älter um 2,1 Prozent auf 38.787 gesunken. Im September gab es 5.266 schwerbehinderte Arbeitslose, das sind 11,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Juli 2016 hatten 813.300 Brandenburgerinnen und Brandenburger eine sozialversicherungspflichtige Arbeit, 7.600 mehr als vor einem Jahr.

Dazu erklärt die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ina Muhß: „Wir freuen uns über diese tolle Entwicklung. Sie ist den Unternehmen, die in Brandenburg investieren, ebenso zu verdanken wie den Beschäftigten, die zur Wertschöpfung und zum wirtschaftlichen Erfolg des Landes beitragen. Ob der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt andauert, wird auch von den politischen Rahmenbedingungen abhängen. Wir wollen in Bildung und Wissenschaft investieren, um allen Menschen die Chance zu geben, eine gute und fair bezahlte Arbeitsstelle zu finden. Und wir sorgen so zugleich dafür, dass genügend Fachkräfte für die wachsende Wirtschaft in Brandenburg zur Verfügung stehen. Dazu gehören gute Löhne sowie eine funktionierende Sozialpartnerschaft zwischen Betrieben mit Tarifbindung und starken Gewerkschaften. Wichtig ist außerdem, die Zahl der Landzeitarbeitslosen und junger Menschen ohne Ausbildung weiter zu senken; auch hier  ist Brandenburg auf einem guten Weg.“

pm/red

Foto: Wikipedia, CC 2.0 Lizenz

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