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Brandenburg Dienstag, 30 August 2016 07:04 |  von Redaktion

Anstieg der Reallöhne im Land Brandenburg setzt sich fort

Anstieg der  Reallöhne im Land Brandenburg setzt sich fort

Im 1. Quartal 2016 haben sich im Land Brandenburg die Reallöhne, das heißt die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einschließlich Sonderzahlungen, weiter erhöht. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, stieg der Reallohnindex nach den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung im 1. Quartal 2016 gegenüber dem 1. Quartal 2015 um 2,6 Prozent. Die Verbraucherpreise gingen im gleichen Zeitraum um 0,1 Prozent zurück. Der Anstieg des Index der nominalen Bruttomonatsverdienste lag bei +2,5 Prozent.

Nachdem im Jahr 2015 in allen vier Quartalen ein stärkerer Reallohnzuwachs nachgewiesen worden war (4. Quartal: +3,2 Prozent, 3. Quartal + 3,0 Prozent, 2. Quartal: +3,5 Prozent, 1. Quartal: + 2,8 Prozent), war mit +2,6 Prozent im 1. Quartal 2016 eine Abschwächung des Anstiegs der Reallöhne zu verzeichnen. Ursache dafür ist der im Vergleich zu den Vorjahresquartalen geringere Anstieg des Nominallohnindex (+2,5 Prozent ). In den vier Quartalen des Vorjahres lag die nominale Erhöhung der Bruttomonatsverdienste dagegen zwischen +2,8 und +3,9 Prozent (Jahresdurchschnitt 2015: +3,2 Prozent).

Die Höhe des durchschnittlichen Bruttomonatsverdienstes aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einschließlich Sonderzahlungen betrug im 1. Quartal 2016 im Land Brandenburg im Produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich 2 545 EUR, wobei im Produzierenden Gewerbe mit durchschnittlich 2.832 EUR im Monat wesentlich mehr als im Dienstleistungsbereich mit 2.459 EUR gezahlt wurde. Differenziert nach einzelnen Wirtschaftszweigen bestehen allerdings noch größere Unterschiede. Den mit Abstand höchsten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst erzielten im 1. Quartal 2016 mit im Schnitt 4.237 EUR (einschließlich Sonderzahlungen) die Beschäftigten in der Energieversorgung. Ebenfalls überdurchschnittlich viel verdient wurde auch in den Bereichen Information und Kommunikation (3.911 EUR) sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (3.723 EUR). Den niedrigsten Bruttomonatsverdienst erhielten hingegen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Gastgewerbe. Hier wurden im Durchschnitt knapp 1.500 EUR im Monat verdient.

Unterschiede gab es auch in Abhängigkeit von der Qualifikation. So erhielten im 1. Quartal 2016 Vollzeitbeschäftigte in leitender Stellung mit durchschnittlich 6.086 EUR im Monat und vollzeitbeschäftigte herausgehobene Fachkräfte wie zum Beispiel Meisterinnen und Meister mit im Schnitt 3.732 EUR im Monat (jeweils inklusive Sonderzahlungen) deutlich über dem Durchschnitt liegende Bruttomonatsverdienste. Während in Vollzeit tätige Facharbeiterinnen und Facharbeiter mit im Durchschnitt 2.591 EUR monatlich noch leicht überdurchschnittlich verdienten, erzielten angelernte mit durchschnittlich 2.064 EUR und ungelernte Vollzeitbeschäftigte mit im Schnitt 1.906 EUR weiterhin weit unter dem Durchschnitt liegende Bruttomonatsverdienste. 

Quelle: Amt für Statistik

Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt, www.pixelio.de

 

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