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Brandenburg Donnerstag, 07 Juli 2016 15:52 |  von Redaktion

„Mobile Heimberatung“ von FaZIT startet – Sozialministerin Golze übergibt sechs Pkw

„Mobile Heimberatung“ von FaZIT startet – Sozialministerin Golze übergibt sechs Pkw

Mit dem neuen Projekt „Mobile Heimberatung“ unterstützt „FaZIT – Fachberatungsdienst Zuwanderung, Integration und Toleranz im Land Brandenburg“ Beschäftigte in Flüchtlingsunterkünften. Dafür übergab Sozialministerin Diana Golze heute in Potsdam sechs Pkw an die Projektkoordinatorin Dr. Jessica Karagöl. Golze sagte: „Bei der Unterbringung von Geflüchteten leisten die vielen haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort jeden Tag Großartiges. Die vor allem im vergangenen Jahr stark gestiegene Zahl von Geflüchteten stellt alle Verantwortlichen vor große Herausforderungen. Gerade in den Gemeinschaftsunterkünften mussten viele neue Beschäftigte in kurzer Zeit eingearbeitet werden. Mit der ‚Mobilen Heimberatung‘ bekommen die Beschäftigten zusätzliche Unterstützung für eine professionelle Beratungs- und Handlungskompetenz.“

Das Projekt „Mobile Heimberatung“ startete im Juni und wird vom Sozialministerium mit insgesamt 604.000 Euro aus Landesmitteln gefördert. Sechs Teams aus jeweils zwei Personen beraten und unterstützen Beschäftigte in den landesweit rund 120 Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der Gewaltprävention und der Qualitätssicherung der Sozialarbeit in Gemeinschaftsunterkünften. Außerdem werden der Erfahrungsaustausch gefördert und Supervisions- und Fortbildungsangebote erstellt. Ziel ist es, dass die mobilen Teams die Einrichtungen vor Ort wenigstens einmal im Monat – bei Bedarf auch häufiger aufsuchen. Die sechs Fachteams betreuen von sechs verschiedenen Standorten aus jeweils bis zu vier Landkreise und kreisfreie Städte. Dafür stehen ihn nun die sechs Leasingfahrzeuge der Marke Opel Corsa zur Verfügung.

Projektkoordinatorin Dr. Jessica Karagöl erklärte: „Unsere Erfahrung zeigt, dass die vielen Beschäftigten in den Gemeinschaftsunterkünften äußerst motiviert arbeiten und bemüht sind, den Geflüchteten gute Lebensbedingungen zu ermöglichen. Der enorme Anstieg der Flüchtlingszahlen in sehr kurzer Zeit sowie die verschiedenen Sprachen und Kulturen auf einem Raum stellen sie tagtäglich vor kleine und größere Herausforderungen, die sie zu bewältigen haben. Hier erhalten sie nun mit der ‚Mobilen Heimberatung‘ eine konkrete Hilfe. Das ist wichtig. Sie werden mit den Problemen, die sich deutschlandweit so ähnlich in allen Unterbringungseinrichtungen ergeben, nicht allein gelassen. Auch der Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Einrichtungen trägt dazu bei, die eigene Arbeit weiter verbessern zu können.“

In den Kommunen des Landes Brandenburg sind rund 24.000 Geflüchtete untergebracht, davon leben 12.400 in Gemeinschaftsunterkünften, 4.950 in so genannten Wohnverbünden, 5.050 in Wohnungen und 2.600 in Notfallunterkünften bzw. in vorläufigen Unterkünften (Stand: 31. März 2016).

FaZIT ist ein Angebot des gemeinnützigen Vereins Gesellschaft für Inklusion und Soziale Arbeit e.V. und engagiert sich in Brandenburg bereits seit mehr als 20 Jahren für Zuwanderung und Integration. Weitere Informationen im Internet unter www.fazit-brb.de.

pm/red

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