Montag, 24.07.2017
*

Bedeckt

16 °C
Südwest 1 km/h

Jetzt aktiv Mitmachen!

Brandenburg Sonntag, 03 Juli 2016 22:22 |  von (4)

Mangelnde Digitalisierung am Arbeitsplatz

Mangelnde Digitalisierung am Arbeitsplatz

Eine aktuelle Studie zeigt, dass die meisten Menschen, die im Büro arbeiten, zu Hause digital besser ausgestattet sind als auf der Arbeit. Auch in der Niederlausitz geht der Digitalisierungsprozess am Arbeitsplatz nur mäßig voran. In Deutschland wird ein digitales Büro angestrebt, das auf Effizienz setzt und weniger Papier verbraucht. Experten sind davon überzeugt, dass das digitale Arbeiten das Berufsleben erheblich verändert und Arbeitsprozesse erleichtert. Laut der aktuellen Studie Digital Working ist es bis dahin allerdings noch ein weiter Weg. Die meisten Arbeitsplätze in Deutschland sind noch ungenügend ausgestattet, um wirklich als digital zu gelten. Das betrifft interne Unternehmensabläufe genauso wie Dienstleistungen und Fertigungsprozesse. Für die Arbeitswelt 4.0 werden momentan eine schnelle Internetverbindung und eine moderne technische Ausstattung vorausgesetzt. Dazu zählen unter anderem mobile Utensilien wie Laptop, Smartphone, Tablet sowie ein Zugang zu einem Cloud-Server mit starken Performance-Werten. Webhosting, wie es das Unternehmen 1&1 betreibt, gehört zu den zukunftsweisenden Methoden, um ortsunabhängig und digital am Puls der Zeit zu arbeiten. Immer mehr Firmen speichern riesige Datenmengen in den virtuellen Wolken ab, allerdings gehen gerade mittelständische Unternehmen diesen modernen Weg bisher eher nur zögerlich. Viele der technischen Geräte und Anwendungen haben die Mitarbeiter bereits bei sich zu Hause. Im Büro hingegen wird statt mit mobilen Laptops noch mit stationären Computern gearbeitet und mehrere Festplatten kommen zum Einsatz, anstatt einfach nur einen virtuellen Speicher zu nutzen. Anstelle des Smartphones sind Festnetztelefone installiert. 49 Prozent der untersuchten Arbeitsplätze sind heute sogar noch mit einem altmodischen Faxgerät ausgestattet. Die veralteten Techniken sorgen für weniger Mobilität und Flexibilität der Mitarbeiter und verbrauchen unnütz Ressourcen.

Prozesse optimieren – Ressourcen schonen

Das wird besonders am Papierverbrauch deutlich. Viele Unternehmen bestehen darauf, dass Verträge nur dann gültig sind, wenn sie auf Papier unterschrieben wurden. Die meisten Büros erstellen Kopien, die sie archivieren. Alle Arbeitsaufgaben vollkommen papierlos zu bewältigen, scheint in naher Zukunft noch nicht möglich. Unternehmen können aber mit Praktiken wie der Paper-Light-Strategie dafür sorgen, dass der Verbrauch von Papier minimiert und die Digitalisierung der Geschäftsprozesse angekurbelt wird. Das muss nicht zwangsweise sensible Daten wie Kundeninformationen oder Verträge beinhalten, sondern beginnt bei Tätigkeiten wie der Arbeitszeiterfassung, Kalender- und Protokollführung. Auch die einfache To-do-Liste, die 32 Prozent der Angestellten heute noch auf dem Papier schreiben, kann ohne große Mühe digital angefertigt werden.

Digitalisierung erhöht Zukunftschancen der Region

Laut Forschungsinstitut Prognos und dem neuen Zukunftsatlas 2016 haben sich einige Landkreise in der Region erheblich verbessert, was Arbeitsmarkt und Zukunftsperspektiven anbelangt. Der Landkreis Dahme-Spreewald ist um ganze 10 Plätze gestiegen und zählt zu einem der dynamischsten Kreise der Region. Hervorzuheben ist besonders die geringe Arbeitslosenquote. Allerdings fällt auch hier das Defizit hinsichtlich der Digitalisierung ins Gewicht. So wie mehr als die Hälfte aller deutschen Regionen hat auch der Landkreis Dahme-Spreewald nur einen von fünf Digitalsternen vom Prognos-Institut erhalten. Das heißt, dass es hier noch sehr viel Nachholbedarf gibt, um künftig auf dem digitalen Feld wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bildrechte: Flickr Digital Fiction Class Angela Thomas CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten 

Bewertung:
(0 Stimmen)

Kommentare

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten