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Brandenburg Dienstag, 28 Juni 2016 13:20 |  von Redaktion

Namensänderungen nach Reisebuchung zu teuer. Tropo abgemahnt

Namensänderungen nach Reisebuchung zu teuer. Tropo abgemahnt

Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) hat die Tropo GmbH aus Hamburg abgemahnt. Denn der Reiseveranstalter verlangte laut seinen online verfügbaren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für Namensänderungen bei Pauschalreisen 100 Prozent Stornierungskosten für inkludierte Flüge sowie weitere Kosten. Daraufhin verpflichtete sich die Firma nun, die Regelung nicht mehr zu verwenden.

Wenn Urlauber nach einer Buchung Namensänderungen vornehmen wollen, langen Reiseveranstalter, Portale und Fluggesellschaften häufig mit saftigen Entgelten zu. Das bekam auch ein Brandenburger zu spüren, der bei dem bekannten Reiseveranstalter Tropo buchte. Laut seiner Online-AGB berechnete der Reiseveranstalter mit Verweis auf einschlägige Tarifbestimmungen der Airlines bei Namensänderungen 100 Prozent Stornierungskosten für den Flug, den (oft teureren) aktuellen Preis für eine Neubuchung sowie eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50 Euro je Person. Daher wandte sich der Verbraucher an die VZB. Diese mahnte den Reiseveranstalter ab und forderte ihn auf, die Regelung nicht weiterhin zu verwenden. „Hat sich bei der Buchung ein Schreibfehler eingeschlichen oder soll der Name des Reisenden beispielsweise wegen Heirat geändert werden, kann nach unserer Ansicht nur der dadurch notwendige Änderungsaufwand in Rechnung gestellt werden. Die hier verlangten Entgelte sind schlicht unverschämt“, so Reiserechtsexpertin Sabine Fischer-Volk.

Hinzu kommt, dass es laut der durch die VZB abgemahnten Klausel nach Willen des Reiseveranstalters nicht einmal darauf ankommt, wer den Fehler gemacht hat. „Wenn notwendige Korrekturen gar nicht vom Urlauber verursacht worden sind, beispielsweise bei Erfassungsfehlern im Rahmen der Buchung, kann er für nachträgliche Änderungen selbstverständlich nicht zur Kasse gebeten werden“, so die Verbraucherschützerin.

Die Tropo GmbH hat gegenüber der VZB nun eine Unterlassungserklärung abgegeben. Damit verpflichtet sie sich, die beanstandeten Regelungen künftig nicht mehr zu verwenden und sich auch bei bereits bestehenden Buchungen nicht mehr darauf zu berufen.

Urlauber können sich für eine persönliche Beratung an die Verbraucherzentrale Brandenburg wenden:

-       persönliche Verbraucherberatung, Terminvereinbarung unter 0331 / 98 22 999 5 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr) oder online unter www.vzb.de/termine,

-       telefonische Beratung unter 09001 / 775 770 (Mo bis Fr, 9 bis 18 Uhr,
1 €/min a. d. dt. Festnetz, Mobilfunk abweichend) sowie

-       E-Mailberatung auf www.vzb.de/emailberatung

pm

Foto: Wikipedia, GNU-Lizenz

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