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Brandenburg Donnerstag, 16 Juni 2016 17:37 |  von Redaktion

Dialog zur beruflichen Bildung

Dialog zur beruflichen Bildung Foto: BILDHAUS Karoline Wolf

Arbeitsministerin Golze: Betriebe müssen noch stärker um künftige Lehrlinge werben

Unternehmen fällt es immer schwerer, für ihre offenen Ausbildungsplätze genügend Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags konnten im vergangenen Jahr 45 Prozent der Betriebe in Ostdeutschland nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen.

Diana Golze 3 jpg 16113736 F BILDHAUS. Karoline WolfArbeitsministerin Diana Golze, die heute Nachmittag an einem Dialog zur beruflichen Bildung des Handwerkskammertages Land Brandenburg teilnehmen wird, sagte dazu: „Die berufliche Ausbildung ist ein zentrales Zukunftsthema. Die Leistungsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Brandenburg wird maßgeblich durch gut ausgebildete Fachkräfte geprägt. Das Angebot an attraktiven Ausbildungsplätzen ist in Brandenburg groß. Die Betriebe müssen aber noch stärker und kreativer auf junge Menschen zugehen und für ihre Ausbildungsangebote werben. Einen Beitrag dazu leistet unsere gemeinsame Ausbildungsoffensive ‚Brandenburg will Dich – Hier hat Ausbildung Zukunft‘.“

Golze weiter: „Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt hat sich in den vergangenen zehn Jahren komplett verändert. Heute ist nicht mehr der Mangel an Ausbildungsplätzen das Problem. Rein rechnerisch gibt es für alle Ausbildungsplatzsuchenden mehr als eine freie Lehrstelle. Die Aussichten für junge Menschen waren noch nie so gut wie heute. Die Schülerzahlen sinken, gleichzeitig entscheiden sich immer mehr Schulabgänger für ein Studium. Das verschärft die Lage für die Ausbildungsbetriebe. Die Handwerksbetriebe in Brandenburg sind hier sehr engagiert. Mit der Unterstützung der drei Handwerkskammern haben sie es geschafft, dass die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge im vergangenen Jahr um fast 11 Prozent im Vergleich zu 2014 gestiegen ist. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und zeigt, wie man dem bundesweiten Trend begegnen kann. Der heutige Dialog und Austausch zur beruflichen Bildung ist sehr wichtig. Allen muss klar sein, wer nicht kräftig in die Ausbildung investiert, wird im Wettbewerb um Fachkräfte das Nachsehen haben.“

Das Land Brandenburg unterstützt zum Beispiel kleine und mittlere Betriebe mit dem „Programm zur qualifizierten Ausbildung im Verbundsystem“, das seit August 2015 in Kraft ist. Dafür stehen bis zum Jahr 2021 über 26 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfond zur Verfügung. Außerdem gibt es Unterstützung bei der Stabilisierung von Ausbildungsverhältnissen und Steigerung des Ausbildungserfolgs durch Workshops für Auszubildende sowie Erfahrungsaustausche für ausbildendes Personal.

Im Oktober 2015 startete die Ausbildungsoffensive „Brandenburg will Dich! Hier hat Ausbildung Zukunft“. Gemeinsam wollen Landesregierung, Arbeitgeber, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Gewerkschaften, die Bundesagentur für Arbeit und weitere Partner die Berufsausbildung stärken.

Weitere Informationen unter: www.ausbildungskonsens-brandenburg.de

 

 

 

Fotos: BILDHAUS. Karoline Wolf
Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

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