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Brandenburg Montag, 13 Juni 2016 21:22 |  von (4)

Immobilien in der Niederlausitz gefragt

Immobilien in der Niederlausitz gefragt

Die Nähe zur boomenden Hauptstadt Berlin macht sich für die Niederlausitz bezahlt: Vor allem im Norden und in größeren Städten wie Cottbus zieht die Nachfrage nach Immobilien seit einiger Zeit an. Wer über einen Hausbau nachdenkt, sollte sich nicht mehr allzu viel Zeit lassen.

Bevölkerungswachstum vor allem im Landkreis Dahme-Spreewald

Die interaktive Karte der SZ zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland bis 2030 sagt vor allem für den nördlichen Landkreis Dahme-Spreewald ein Bevölkerungswachstum von rund 15 % voraus, während die südlichen Landkreise der Lausitz eher einen Rückgang hinnehmen müssen.

Besonders hohe Bodenrichtwerte werden vor allem am Südrand von Berlin um den neuen Flughafen BER verzeichnet, wo Zeuthen, Königs Wusterhausen und Schönefeld die Tabelle mit großem Abstand anführen. Dies ist in Anbetracht der ewigen Diskussionen um Fluglärm in Deutschland umso interessanter, doch viele Menschen werden von der schnelleren S-Bahn-Anbindung nach Berlin profitieren und von den Arbeitsplätzen am Flughafen selbst, sowie in der näheren Umgebung.

Ein Blick in die großen europäischen Metropolen Paris und London zeigt außerdem, wie stark sich gefragte Metropolen ins Umland ausdehnen, sodass das Ende der Fahnenstange in der Niederlausitz noch lange nicht erreicht sein dürfte.

Schlüsselfertige Massivhäuser besonders populär

Der Bauboom südlich von Berlin führte neulich sogar zu einem Ruf nach Bauverboten um die Sanierung alter Häuser zu forcieren. Allerdings wirken die zahllosen Vorschriften bei der Sanierung eher abschreckend auf potenzielle Bauherren. Tatsächlich könnte sogar der Abriss und Neubau einer Immobilie billiger sein als eine Kernsanierung.

Anbieter wie www.hout-poels.de und ihr Partner Viebrockhaus verzeichnen eine starke Nachfrage nach schlüsselfertigen Massivhäusern. Diese sind einerseits günstig zu bauen und genügen andererseits den modernsten energetischen Richtlinien, die in Altbauten nur durch enorme Kosten beim Umbau verwirklicht werden können. Dies ist ärgerlich für die historische Bausubstanz in der Niederlausitz, aber aus Bauherrensicht vollkommen verständlich. Hier wäre der Gesetzgeber gefragt, Sanierungen stärker zu bezuschussen.

Kommt das Ende der Niedrigzinsphase?

Die ersten Finanzexperten erwarten derweil ein Ende der aktuellen Niedrigzinsphase in den kommenden Jahren, was die Verbraucherzentralen prompt zu einer Warnung veranlasst: Wer jetzt noch schnell eine Immobilienfinanzierung abschließt, muss damit rechnen, dass die Zinsen nach Ablauf der ersten Zinsbindung enorm nach oben schnellen könnten. Die Investition sollte also gut überlegt sein – könnte sich aber gerade in der nördlichen Niederlausitz bezahlt machen, wenn Berlin in den kommenden Jahrzehnten weiter wächst.

Bild: © istock.com/Lex20 

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