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Brandenburg Donnerstag, 09 Juni 2016 18:05 |  von Redaktion

Brandenburger Landtag macht Weg frei für Brandenburger Aktionsplan gegen Homo- und Trans*phobie

Brandenburger Landtag macht Weg frei für Brandenburger Aktionsplan gegen Homo- und Trans*phobie

Ein Guter Tag für Alle!

 

Mit den Stimmen SPD, LINKEN und Bündnis 90/Die Grünen wurde heute im Landtag der zuvor von den Parteien eingebrachte gemeinsame Antrag zur Schaffung eines Aktionsplans für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Trans*phobie angenommen. Darin wird die Landesregierung beauftragt, die bestehenden Aktivitäten sowie bislang fehlende Maßnahmen in einem Aktionsplan zusammenzuführen. Die Erstellung des Aktionsplans soll in einem breiten Beteiligungsprozeß erfolgen. Ziel ist es Homo- und Trans*phobie wirksam abzubauen und insgesamt einen breiten gesellschaftlichen Dialog über Diskriminierung und Ausgrenzung, sowie wirksame Maßnahmen dagegen anzuregen.

Lars Bergmann, Leiter der Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg erklärt: „Heute ist ein guter Tag für LSBTIQ-Menschen im Land Brandenburg. Wir freuen uns außerordentlich, daß nach langen Jahren unseres politischen Engagements zentrale Forderungen sowohl unseres Landesverbands, aber auch allgemein der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen gehört und ernstgenommen wurden.“ Es ist grade jetzt ein wichtiges Signal, daß hier das Parlament mit deutlicher Mehrheit Position bezieht und sich wertschätzend und schützend zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt bekennt. Wir leben in zunehmend rauheren Zeiten, in denen diskriminierende und hetzerische Parolen scheinbar wieder salonfähig werden. Die AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag hat hiervon heute wieder einmal peinliches und unreifes Beispiel geliefert, indem sie süffisant alle möglichen Regelungen zu geschlechtersensibler Anrede aufgezählt hat, anstatt sich inhaltlich  von uns aus auch sachlich mit den Antragsinhalten auseinanderzusetzen. Die Erstellung und Umsetzung eines Aktionsplans gegen Homo- und Trans*phobie ist überfällig. Anders als einige rechtsnationale Vorturner_innen grade in den sozialen Medien weißmachen wollen, geht es hier nicht um „Genderwahnsinn“ oder Sprachübungen, sondern um die Verwirklichung der Brandenburger Landesverfassung und auch grundlegender Menschenrechte.“  

 

Den heute beschlossenen Antrag der Fraktionen SPD, LINKE und Bündnis 90/Die Grünen finden Sie hier:

Drucksache 6/4295 – Aktionsplan  für  Akzeptanz von  geschlechtlicher  und  sexueller  Vielfalt,  für

Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg (Link zum PDF)

 

 

Weitere Informationen zum Landesverband AndersARTiG sowie zur Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg finden Sie unter:

www.andersartig.info | www.lks-brandenburg.de

 

 

Quelle: Landesverband AndersARTiG e.V.

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