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Brandenburg Donnerstag, 09 Juni 2016 20:00 |  von Redaktion

„Damit sind wir alle gemeint“

„Damit sind wir alle gemeint“ Foto: Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz

Stiftung Entwicklung und Frieden: Quart setzt sich für Agenda 2030 und deren Umsetzung auf regionaler und kommunaler Ebene ein

 

 „Ziele alleine sorgen nicht für Gerechtigkeit.“ Mit diesem Satz machte Europastaatssekretärin Anne Quart bei der Veranstaltung „Globale 2030-Agenda lokal umsetzen: Wo steht Brandenburg?“ der Stiftung Entwicklung und Frieden in Potsdam die Verantwortung globaler, nationaler, aber eben auch regionaler Akteure deutlich. Sie zeigte sich hoffnungsvoll, dass die im vergangenen Jahr beschlossenen Nachhaltigkeitsziele dazu beitragen, globale Ungerechtigkeiten zu beseitigen und die soziale und wirtschaftliche Entwicklung überall auf der Welt zu begünstigen. Sie sagte: „Bei vielen Industrieländern muss die Erkenntnis erst noch reifen, dass auch sie gemeint sind, wenn es um die Agenda 2030 geht. Aber es ist offensichtlich, dass Entwicklung bei uns nur noch unter Achtung der Grenzen und Ressourcen unseres Planeten möglich ist. Andernfalls schaden wir uns selbst. Das setzt auch bei uns eine Änderung des heutigen Konsum- und Wohlstandsmodells voraus. Die heutige Veranstaltung zeigt, dass aber gerade auf kommunaler und regionaler Ebene das Bewusstsein für diese Tatsachen wächst.“

Was macht die Stiftung für Entwicklung und Frieden?

Die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:) sieht ihre Kernaufgaben darin, Zukunftsthemen einer globalisierten Welt zu identifizieren und für deren Eingang in die politische und gesellschaftliche Agenda zu sensibilisieren. Sie bietet ein hochrangiges internationales Forum für das gemeinsame Nachdenken über drängende Fragen von Frieden und Entwicklung. In ihren Dialogformaten erarbeitet die sef: Entscheidungshilfen für politische und gesellschaftliche Akteure. Die Stiftung Entwicklung und Frieden ist eine überparteiliche Einrichtung, getragen von den Stifterländern Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen.

Mit ihren überwiegend internationalen Veranstaltungen schafft die sef: in einer von Handlungszwängen und schnellen Entscheidungen geprägten Zeit Raum für einen informellen und offenen, aber zugleich fokussierten Dialog. Zu ihren Kernaufgaben gehört es, dafür den inhaltlichen Rahmen zu setzen, Diskussionen zu strukturieren und disziplinenübergreifend relevante Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu identifizieren und zusammenzuführen. So finden seit mehr als zehn Jahren die Potsdamer Frühjahrsgespräche jedes Jahr und haben sich inzwischen als „Afrika-Forum zu Regionalisierung“ etabliert. Des Weiteren gibt es den alljährlichen Berliner Sommerdialog, der sich bei den kommenden Veranstaltungen mit dem Programmbereich „Internationale Verantwortung in Krisen und Konflikten“ beschäftigen wird. In kurzen Politikpapieren und ausführlicheren Hintergrundpublikationen stellt die SEF ihre Arbeitsergebnisse einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung.

Nachhaltigkeitsziele:

Mit der 2030-Agenda und ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) hat sich die internationale Staatengemeinschaft im September 2015 auf einen “Zukunftsvertrag” für unseren Planeten geeinigt. Der globale Norden verpflichtet sich darin ebenso wie der globale Süden zu einer umfassenden Transformation sämtlicher Politikbereiche hin zu ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit. Alle Ebenen der Politik sind gefordert, zur Verwirklichung der Agenda und ihrer Ziele beizutragen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der regionalen und lokalen Ebene zu, da eine Vielzahl besonders relevanter Politikfelder hier verortet sind.

 

 

Quelle & Foto: Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz

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