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Brandenburg Sonntag, 24 April 2016 15:00 |  von Redaktion

Europäische Impfwoche 2016

Europäische Impfwoche 2016 Wikipedia gemeinfrei

Gesundheitsministerin Golze: Impfschutz regelmäßig beim Arztbesuch überprüfen lassen

 

Gesundheitsministerin Diana Golze ruft alle Brandenburgerinnen und Brandenburger auf, ihren Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen nachzuholen. Vor der Europäischen Impfwoche 2016, die vom 24. bis zum 30. April unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ stattfindet, sagte Golze am Freitag in Potsdam: „Der Impfschutz sollte nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen regelmäßig beim Arztbesuch überprüft werden. Wer sich impfen lässt, sorgt nicht nur für sich selbst, sondern zeigt auch Verantwortungsbewusstsein für die Mitmenschen. Denn Impflücken gefährden besonders die Schwächsten in unserer Gesellschaft: Säuglinge und Kleinkinder sowie chronisch kranke und alte Menschen.“

Die Europäische Impfwoche ist eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und findet jährlich im April statt. Mit ihr sollen europaweit Menschen für die Bedeutung von Impfungen sensibilisiert und so höhere Durchimpfungsraten erreicht werden. In diesem Jahr stehen die Fortschritte und Herausforderungen in der Europäischen WHO-Region zur Eliminierung der Masern und Röteln im Mittelpunkt. An der Aktion beteiligen sich auch in Brandenburg wieder viele Arztpraxen, Apotheken und Gesundheitsämter mit zusätzlichen Impfsprechstunden und Informationsveranstaltungen.

Golze betonte: „Die Impfbereitschaft in der Bevölkerung muss weiter steigen. Dafür ist es wichtig, dass verstärkt über die Vorteile der Impfungen aufgeklärt wird. Impfverweigerer handeln verantwortungslos und egoistisch, denn sie verlassen sich auf den Impfschutz der anderen.“

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen, die in der Medizin zu Verfügung stehen. Sie vermeiden viele Infektionskrankheiten, die einen schweren Verlauf nehmen oder sogar zum Tod führen können. Schutzimpfungen können laut der WHO jährlich etwa zwei bis drei Millionen Todesfälle aufgrund von Diphterie, Tetanus, Keuchhusten und Masern verhindern. Ein optimaler Schutz gegen viele Infektionskrankheiten wird erreicht, wenn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung dagegen geimpft ist. In Deutschland besteht keine Impfpflicht. Die Eliminierung der Masern, der Röteln und der Poliomyelitis (Kinderlähmung) ist erklärtes und erreichbares Ziel nationaler und internationaler Gesundheitspolitik.

Gesundheitsministerin Golze erklärte: „Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, sondern eine hochansteckende Viruserkrankung, in deren Verlauf eine Entzündung des Gehirns möglich ist. Dabei können Dauerschäden oder Todesfälle auftreten. Die Masern könnten ausgerottet werden, wenn alle Menschen dagegen geimpft wären. Wer sich und seine eigenen Kinder nicht gegen Masern impfen lässt, gefährdet besonders das Leben von Säuglingen, die noch nicht geimpft werden können.“ Die erste Impfung gegen Masern wird im Alter von elf bis 14 Monaten empfohlen. Die zweite empfohlene Masern-Impfung ist frühestens vier Wochen nach der ersten Impfung möglich, sollte aber spätestens vor dem zweiten Geburtstag gegeben worden sein.

Die zweimalige Masern-Impfung haben in Brandenburg im Jahr 2015 88,7 Prozent aller Kita-Kinder, 95,2 Prozent aller Einschüler und 95,7 Prozent aller Zehntklässler erhalten. Damit ist die Zielsetzung der Weltgesundheitsorganisation, bei der zweimaligen Masern-Impfung eine Impfquote von mindestens 95 Prozent zu erreichen, bei den Schulkindern in Brandenburg erfüllt.

 

In Deutschland veröffentlicht die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts regelmäßig Impfempfehlungen (www.rki.de). So empfiehlt sie eine einmalige Masern-Impfung für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. Zu den weiteren Empfehlungen gehören unter anderem Impfungen gegen Mumps, Röteln, Influenza, Meningokokken-Infektionen, Pneumokokken-Krankheiten, Hepatitis B, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie.

Weitere Informationen zur Impfwoche unter www.euro.who.int/de/home.

 

 

 

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

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