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Brandenburg Dienstag, 12 April 2016 18:00 |  von Redaktion

Spürbarer Zuwachs der Bruttomonatsverdienste im Land Brandenburg im Jahr 2015

Spürbarer Zuwachs der Bruttomonatsverdienste im Land Brandenburg im Jahr 2015 Wikipedia gemeinfrei

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Vollzeit-, Teilzeit- und geringfügig Beschäftigte) hat sich im Land Brandenburg im Jahr 2015 nach den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung einschließlich Sonderzahlungen um 2,5 Prozent auf 2 617 EUR erhöht, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Damit hat sich der Verdienstzuwachs aus dem Vorjahr (+1,9 Prozent) nochmals spürbar verstärkt.  Die Verbraucherpreise stiegen im gleichen Zeitraum nur um 0,1 Prozent, sodass real mehr Geld zur Verfügung stand. Dabei wurde im Produzierenden Gewerbe (2 924 EUR; +5,7 Prozent) nach wie vor mehr verdient als im Dienstleistungsbereich (2 519 EUR; +1,5 Prozent).

Die Verdiensterhöhung 2015 wurde insbesondere durch die großen Steigerungen im ersten Halbjahr bestimmt. Während die Bruttomonatsverdienste in den ersten beiden Quartalen 2015 einschließlich Sonderzahlungen im Durchschnitt Zuwächse von +3,7 Prozent im ersten Quartal und +3,3 Prozent im zweiten Quartal 2015 gegenüber den Vorjahresquartalen erreichten, fiel die Erhöhung im dritten und vierten Quartal 2015 mit +1,1 bzw. +1,9 Prozent wesentlich geringer aus. Hingegen bewegte sich die jährliche Teuerungsrate der Verbraucherpreise mit 0,0 Prozent im ersten Quartal 2015 über +0,1 Prozent im zweiten und 0,0 Prozent im dritten Quartal 2015 kontinuierlich auf niedrigem Niveau bis sie letztendlich auf –0,1 Prozent im vierten Quartal 2015 sank.

Vollzeitbeschäftigte verdienten im Jahr 2015 einschließlich Sonderzahlungen im Schnitt monatlich 3 131 EUR (+2,6 Prozent). Dabei erzielten sie im Produzierenden Gewerbe im Monat einen durchschnittlichen Bruttoverdienst von 3 120 EUR (+6,0 Prozent) und kamen im Dienstleistungsbereich im Schnitt auf monatlich 3 136 EUR (+1,0 Prozent). In den einzelnen Branchen schwankten die Verdienste jedoch erheblich. Am meisten verdienten Vollzeitbeschäftigte im Jahr 2015 mit durchschnittlich 4 808 EUR im Monat (+2,7 Prozent) in der Energieversorgung. Die niedrigsten Monatsverdienste erhielten Vollzeitbeschäftigten mit 1 985 EUR und trotz einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von +14,3 Prozent im Gastgewerbe. Auch im Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen wurde für eine Vollzeitbeschäftigung mit im Schnitt 2 151 EUR im Monat (+3,6 Prozent) nicht viel mehr gezahlt.

Weitere Unterschiede ergaben sich in Abhängigkeit von der Qualifikation. Sowohl Vollzeitbeschäftigte in leitender Stellung (6 177 EUR; +3,1 Prozent) als auch vollzeitbeschäftigte Spezialistinnen und Spezialisten sowie Meisterinnen und Meister (3 852 EUR; –0,3 Prozent) kamen inklusive Sonderzahlungen 2015 auf deutlich über dem Durchschnitt liegende Bruttomonatsverdienste. Hingegen erzielten in Vollzeit tätige Facharbeiterinnen und Facharbeiter (2 655 EUR; +3,9 Prozent) sowie angelernte (2 092 EUR; +5,5 Prozent) und ungelernte Vollzeitbeschäftigte (1 946 EUR; +10,1 Prozent) weit unter dem Durchschnitt liegende Monatsverdienste. Auffallend hierbei sind jedoch die sehr hohen Verdienstzuwächse für geringer qualifizierte Beschäftigte. In welchem Maß dies auf die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns zurückzuführen ist, ist an Hand dieser Daten aber nicht feststellbar.

 

 

 

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

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