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Brandenburg Dienstag, 12 April 2016 08:00 |  von Redaktion

Aufnahme von Flüchtlingen in Brandenburg

Freuen sich auf einen regen Zuspruch von Seiten der Städte, Gemeinden und Landkreise in Brandenburg: (v.l.) Bürgermeister Lars Kolan, Stadt Lübben, Landrat Stephan Loge, Landkreis Dahme-Spreewald, Heiko Jahn, Büroleiter des Landrates Dahme-Spreewald, und Daniela Riediger, Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung. Freuen sich auf einen regen Zuspruch von Seiten der Städte, Gemeinden und Landkreise in Brandenburg: (v.l.) Bürgermeister Lars Kolan, Stadt Lübben, Landrat Stephan Loge, Landkreis Dahme-Spreewald, Heiko Jahn, Büroleiter des Landrates Dahme-Spreewald, und Daniela Riediger, Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung. Foto: NLSI

Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung organisiert Fachtagung für die Städte, Gemeinden und Landkreise


Durch den rasanten Zustrom hilfesuchender Menschen stehen die brandenburger Kommunen vor einer Fülle neuer Aufgaben, die es schnell und effizient zu bewältigen gilt. Nachdem das Tätigkeitsfeld der Erstversorgung nicht mehr massiv im Vordergrund steht, geht es nun insbesondere um die langfristige Unterbringung und Integration der Asylsuchenden in die örtlichen Gemeinschaften.

Zu diesem Thema organisiert das Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung (NLSI) derzeit eine Fachtagung für Bedienstete, die bei den Städten, Gemeinden und Landkreisen mit den Aufgaben der Flüchtlingsunterbringung und -betreuung betraut sind. Die Tagung findet am 8. Juni im „Spreewald Parkhotel Van der Valk" in Rickshausen statt.

Auf dem Programm stehen mehrere Fachvorträge sowie ein Podiumsgespräch, bei dem in einer Expertenrunde über Lösungsansätze und Strategien diskutiert wird.

Der erste Fachvortrag widmet sich dem Thema „Islam in Deutschland" und befasst sich nicht nur mit den Hintergründen der Religion. Ein Blick auf die Strukturen in Deutschland und den muslimischen Alltag soll zudem Hintergrundinformationen für politische Entscheidungen und die praktische Arbeit vor Ort geben. Als Referentin konnte hierfür die Leiterin des Ibis Institut Duisburg, Patricia Jessen, gewonnen werden.

Im Anschluss daran wird Heiko Jahn vom Landkreis Dahme-Spreewald im Rahmen seines Vortrages „Unterbringung und Integration von Flüchtlingen" auf praktische Erfahrungen und daraus entwickelte Lösungsstrategien eingehen, die man seitens des Landkreises Dahme-Spreewald in den letzten Monaten entwickelt hat.

Eine weitere Perspektive beleuchtet schließlich der Leiter Polizeiinspektion Dahme-Spreewald, Christian Hylla: Der Fachvortrag „Sichere Flüchtlingsunterkünfte" widmet sich dem seit Februar 2016 bestehenden Präventionskonzept des Landkreises Dahme-Spreewald, welches von Seiten der Polizei, dem Amtsgericht und der Kreisverwaltung gemeinsam getragen wird und vor allen Dingen präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Konflikten vorsieht. Dabei stellen Aufklärungsarbeit und der Dialog der Kulturen wesentliche Säulen des Konzeptes dar. So stehen die Vermittlung von in Deutschland als Selbstverständlichkeit betrachtete Werte wie „die freie Entfaltung der Persönlichkeit", „die Gleichheit der Geschlechter" oder „die Religionsfreiheit" ebenso auf dem Programm wie Aufklärungsarbeit bei Anwohnern von Asylunterkünften.

„Gern geben wir die Erfahrungen, die wir im Rahmen unserer verantwortungsvollen und nicht immer einfachen Arbeit sammeln konnten, im Rahmen dieser Fachtagung an andere Landkreise sowie Städte-, Gemeinde- und Amtsverwaltungen weiter", sagt Landrat Stephan Loge, der gleichzeitig auch das Amt des Vorsitzenden der Verbandsversammlung beim NLSI bekleidet. „Wir freuen uns über einen regen Zuspruch."

Weitere Infos zur Tagung und zur Anmeldung finden sich auf www.nlsi.de.

 

 

Info zum NLSI:

Das NLSI ist ein kommunaler Zweckverband, der von den Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße sowie den beiden kreisfreien Städten Cottbus und Frankfurt (Oder) getragen wird und mit der Aus- und Fortbildung der Verwaltungsbediensteten betraut ist. Das Angebot reicht von der Erstausbildung für Verwaltungen (z.B. Angestelltenlehrgang I, Verwaltungsfachangestellte/r) über Weiterbildungslehrgänge (z.B. Verwaltungsfachwirt) bis hin zu Seminaren und Einzelfortbildungen zu diversen, für die Kommunalverwaltung relevanten Themenstellungen. Weitere Informationen zur Aus- und Fortbildung im allgemeinen Verwaltungsdienst der Kommunalverwaltungen sind unter www.nlsi.de abrufbar.

 

 

Quelle & Foto: Niederlausitzer Studieninstitut für kommunale Verwaltung

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