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Brandenburg Donnerstag, 07 April 2016 23:40 |  von (4)

Der Games-Markt in Deutschland: 2015 erneut deutliches Umsatzplus

Der Games-Markt in Deutschland: 2015 erneut deutliches Umsatzplus

strong>Computer- und Videospiele erfreuen sich in Deutschland einer weiter zunehmenden Beliebtheit, das belegen die jüngst vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) veröffentlichen Zahlen für 2015: Demnach konnte der deutsche Gesamtmarkt im vergangenen Jahr um 4,5 Prozent auf 2,81 Milliarden Euro wachsen. Besonders virtuelle Güter in Free-to-Play-Games erleben einen Boom. Erstmals erfasst wurde das noch junge Marktsegment für sogenannte Hybrid Toys.

Free-to-Play-Trend setzt sich fort

Besonders stark ist – der BIU-Pressemitteilung zufolge – der Umsatz im vergangenen Jahr mit virtuellen Gütern und Zusatzinhalten gestiegen. Diese werden in sogenannten Free-to-Play-Spielen angeboten und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Spiele sind in ihrer Grundversion kostenlos und finanzieren sich über solche Extrainhalte: Beispielsweise können zusätzliche Level, kosmetische Upgrades für die Spielfigur oder Game-Vorteile für den Spieler erworben werden. Ebenso kann die Summe in In-Game-Währung umgetauscht werden. Das allein brachte der Branche im Jahr 2015 einen Umsatz von 562 Millionen Euro. Dieses Marktsegment wuchs 2015 in der Bundesrepublik um ganze 18 Prozent – ein prozentualer Wert, der deutlich über dem Wachstum des Gesamtmarktes liegt. Ausschlaggebend für den Erfolg dürfte die mittlerweile enorme Verbreitung und Reichweite dieser Titel sein: Von der Konsole im Wohnzimmer über den PC im Büro bis zum Smartphone in der U-Bahn haben die Gratis-Games es auf nahezu alle Endgeräte und fast schon zu einer öffentlichen Omnipräsenz geschafft. Auch die leichte Zugänglichkeit und die verstärkte Entwicklung von Gratisablegern renommierter Spielereihen sind Gründe für den Erfolg dieses Modells: Portale wie Browsergames.de verdeutlichen zum Beispiel die zunehmende Genrevielfalt: Von Strategieklassikern wie Anno bis zu gefeierten Online-Rollenspielen à la Star Wars: The Old Republic sind auch für Gratis-Gamer viele namhafte Titel verfügbar.

Konsolenmarkt wächst, Hybrid Toys werden erstmals erfasst

Der mit Abstand größte Teilmarkt bleibt – trotz eines im Vergleich zu 2014 leicht rückläufigen Umsatzes – der Verkauf von Computer- und Videospielen: Er umfasst rund 1,21 Milliarden Euro. Der Markt für Spielekonsolen wie Playstation 4 oder Microsofts Xbox One ist ebenfalls deutlich gewachsen: In Deutschland betrug das Plus 6,5 Prozent, sodass der Umsatz von 774 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 825 Millionen Euro gestiegen ist. Erstmals erfasst wurden von der BIU auch die Marktdaten der sogenannten Hybrid-Toys beziehungsweise der Toys-to-Life: Diese Sammelfiguren verfügen – zumeist in ihrem Sockel – über einen Chip zur "Near Field Communication" (NFC). Dadurch kann das Game um neue Spielinhalte erweitert werden. Diese sind auf dem Chip der Figur gespeichert. Ein Beispiel sind Nintendos Amiibos, die bekannte Charaktere wie Super Mario umfassen, oder Lego Dimensions. Laut dem Stern sind die Hybrid Toys echte "Taschengeld-Killer", denn es wird klassisches Lego-Spielzeug in digitale Gefilde überführt und beide Dimensionen miteinander kombiniert: Gebaut wird demnach auf und vor dem Bildschirm. Das ebenso spaßige wie teure Vergnügen hat der Branche im Jahr 2015 einen ordentlichen Gewinn beschert: Das junge Segment konnte 2015 um 72 Millionen Euro zulegen.  

Bildrechte: Flickr Angry Birds Johan Larsson CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten 

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