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Brandenburg Donnerstag, 07 April 2016 08:30 |  von Redaktion

Weltgesundheitstag am 7. April 2016

Weltgesundheitstag am 7. April 2016 Pixabay CC0 gemeinfrei

Landesgleichstellungsbeauftragte von der Lippe: Geschlechtergerechtigkeit in der Medizin vorantreiben


Anlässlich des Weltgesundheitstages erinnert die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Monika von der Lippe, an die Wichtigkeit einer geschlechterdifferenzierten Gesundheitsversorgung und -forschung. „Der im Jahr 2001 erschienene Frauengesundheitsbericht der Bundesregierung hat den Anstoß für die Stärkung der Geschlechterperspektive in der Medizin gegeben. Seither können wir zwar eine positive Entwicklung feststellen. Dennoch ist Gender Mainstreaming in der Medizin nach wie vor kein Selbstläufer und muss mit dem Ziel der Geschlechtergerechtigkeit weiter vorangetrieben werden.“

Mit dem Weltgesundheitstag erinnert die Weltgesundheitsorganisation WHO alljährlich an ihre Gründung und rückt die aus ihrer Sicht vorrangigen Gesundheitsthemen in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Dieses Jahr stellt sie das Thema Diabetes in den Mittelpunkt und trägt damit dem weltweiten Vormarsch dieser Erkrankung Rechnung.

Bei geschlechterdifferenzierter Betrachtung dieser Erkrankung zeigen sich deutliche Unterschiede in der Betroffenheit von Frauen und Männern. So haben nach dem Bericht „Gesundheit in Deutschland“, der im November 2015 von der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut veröffentlicht wurde, Frauen mit niedrigem Sozialstatus ein nahezu doppelt so hohes Risiko, an Diabetes zu erkranken, wie Männer.

Monika von der Lippe: „Frauen und Männer haben unterschiedliche Anforderungen an das Gesundheitswesen. Sie sind unterschiedlich von Krankheiten betroffen und ihre Krankheitsverläufe können verschieden sein. Und doch sind medizinische Standards eher an Männern ausgerichtet. Das kann für Frauen teils dramatische Auswirkungen haben, nicht zuletzt für Leib und Leben. Das ist nicht hinnehmbar. Hier besteht Verbesserungspotential in der medizinischen Versorgung und im Bereich der Prävention, das es zu nutzen gilt.“

 

 

 

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

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