Freitag, 28.07.2017
*

Regen

15 °C
Ost 1.9 km/h

Jetzt aktiv Mitmachen!

Brandenburg Dienstag, 29 März 2016 17:58 |  von (4)

Vermengung von Fördergrundsätzen

Vermengung von Fördergrundsätzen S. Hofschlaeger pixelio.de

Brandenburg belegt Platz fünf unter den Bundesländern mit der höchsten Arbeitslosenquote. 8,3 Prozent der Bevölkerung waren dort im Dezember 2015 arbeitslos. Weiter südlich, in der Niederlausitz, in Orten wie Senftenberg oder Lauchhammer sind über 12 Prozent der Menschen ohne Job. Hoffnung auf Besserung bringen Weiterbildungsmaßnahmen, die den Weg zurück in die Berufswelt ermöglichen sollen.

Neue Perspektiven durch Förderungsmaßnahmen

Vor allem Langzeitarbeitslose oder älteren Menschen fällt die Wiederaufnahme einer Tätigkeit schwer. Um Arbeitslosen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, bieten die Agentur für Arbeit und das Jobcenter unterschiedliche Maßnahmen an. Förderinstrumente, wie Aktivierungs-, Vermittlungs- und Bildungsgutscheine unterstützen die Teilnehmer beim Weg zurück in den Job. Ungelernte können so z. B. ihren Schulabschluss nachholen oder Fachkräfte in einer Anpassungsqualifizierung ihr veraltetes Wissen aufbessern.

Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine beziehen

Eine Weiterbildung erhöht die Chancen auf dem Arbeitsmarkt enorm. Ein Großteil der Absolventen findet im Anschluss einen sozialversicherungspflichtigen Job. Voraussetzung für die Bewilligung an solch einer Maßnahme, ist der Bildungsgutschein oder der sogenannte Aktivierungs- oder Vermittlungsgutschein, kurz AVGS genannt. Diese Gutscheine ermöglichen verschiedene Förderungsmaßnahmen, wie ein Betriebspraktikum (AVGS MA), eine private Arbeitsvermittlung (AVGS MPAV) oder eine Weiterbildung (AVGS MAT), seit kurzem sogar für die Dauer von bis zu 16 Wochen, früher nur bis zu 8 Wochen. Ob es zu einer Bewilligung kommt, hängt von gewissen Merkmalen und der Ermessensentscheidung des Arbeitsvermittlers ab. Detaillierte Infos zu den AVGS finden Sie hier. In erster Linie müssen die beantragten Gutscheine zur Berufsbiografie des Bewerbers passen und wirtschaftlich sinnvoll sein. Darüber hinaus muss der Antragssteller weitere Kriterien erfüllen:

  • Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld muss gegeben sein.
  • Der Antragssteller muss in den letzten drei Monaten mindestens sechs Wochen arbeitslos gemeldet gewesen sein.
  • Der Bewerber ist noch nicht vermittelt.

Rechtsanspruch prüfen

Erfüllt ein Bewerber diese Kriterien, hat er einen Rechtsanspruch auf Prüfung eines Arbeitsvermittlers oder Fallmanagers. Sind diese Voraussetzungen leider nicht gegeben, kann der Fallmanager der Agentur für Arbeit trotzdem einen Gutschein ausstellen. Diese Einzelfallentscheidung trifft der Arbeitsvermittler ganz individuell. Auch wer Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezieht, hat erst einmal einen Rechtsanspruch auf Prüfung dieser Leistung. Wie diese genau aussehen, lesen Sie hier. Wer über eine Weiterbildung nachdenkt, die er mithilfe eines Aktivierungsgutscheins verwirklichen möchte, der hat vor allem im Pflegebereich gute Chancen auf einen Neuanfang. Diese Branche gilt aufgrund des demografischen Wandels als krisensicher. Laut des Verbands Deutsche Alten- und Behindertenhilfe, sollen im Jahre 2030 dort rund 350.000 Fachkräfte fehlen. Weitere Infos über dieses Thema gibt’s hier.

Foto: S. Hofschlaeger www.pixelio.de

 

Bewertung:
(0 Stimmen)

Kommentare

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten