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Brandenburg Donnerstag, 17 März 2016 22:52 |  von (4)

Populäre Schlafmythen – was stimmt und was stimmt nicht?

Populäre Schlafmythen – was stimmt und was stimmt nicht?

Wenn es um den Nachtschlaf geht sind sich die meisten einig, wir haben meist zu wenig davon. Doch was ist eigentlich die perfekte Schlafdauer? Kann man vorschlafen oder auch Schlaf nachholen? Des Weiteren: Welche Matratze passt zu welchem Typ? Sicher ist, dass gesunder Schlaf in der richtigen Länge und auf der perfekten Unterlage unser Leben und unsere Gesundheit maßgeblich beeinflusst.

Ist Vorschlafen möglich?

Kurz und schmerzlos: Nein, es ist nicht möglich. Vorschlafen bringt nichts, da der Körper Erholung im Vorhinein speichern kann. Versucht man vor einer langen Nacht tagsüber vorzuschlafen, kann sich dies sogar negativ auswirken, weil man seinen Schlafrhythmus durcheinanderbringt. Außerdem braucht der Körper ab einer gewissen Schlafdauer länger um das Schlafhormon Melatonin abzubauen. Die Folge ist, man kommt nicht mehr richtig in Schwung und fühlt sich trotz der Menge Schlaf müde.

Viel gearbeitet und jetzt – Schlaf nachholen?

Auch dieser Mythos ist leider genau das – ein Mythos. Leidet man an eklatantem Schlafmangel, bringt es wenig, einmal besonders viel am Stück zu schlafen. Kürzere Phasen in denen etwas unregelmäßiger geschlafen wird, lassen sich durch normal langen und gesunden Schlaf etwas besser ausgleichen. Ist der Schlafrhythmus jedoch wirklich stark gestört, merkt man das besonders deutlich an allgemeinen Leistungseinbrüchen und längeren Reaktionszeiten.

Nicht zu kurz und nicht zu lang

Es ist wie bei so vielem, die Lösung liegt in der Mitte. Der Großteil benötigt zwischen sieben und acht Stunden Schlaf. Alles was deutlich darunter oder darüber liegt, kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Laut einer Studie sind vier aufeinanderfolgende Nächten mit nur sechs Stunden Schlaf ähnlich schlimm wie zwei Nächte hintereinander ohne jeglichen Schlaf. Schon eine Stunde weniger hat also auf Dauer spürbare Auswirkungen. Allerdings sollte man auch nicht am Wochenende sehr lange schlafen. Denn erstens kann man – wie bereits erwähnt – Schlaf nicht nachholen und zweitens bringt man damit seinen Schlafrhythmus durcheinander. Mehr als acht Stunden erhöhen das Risiko für Herzkrankheiten um 35%.

Wahl der Matratze ausschlaggebend für guten Schlaf

Eine erholsame Nachtruhe hängt stark von der Unterlage ab. Eine Matratze will mit Bedacht ausgewählt werden, schließlich verbringt man auf Ihr ein Drittel des Tages. Leider gibt es keine allgemeingültigen Regeln, auf welchem Material und mit welcher Härte man am besten schläft. Lediglich ein paar Empfehlungen, wie sich die perfekte Matratze finden lässt, kann man bei der Suche beherzigen. Geht es um das Grundmaterial, liegt fällt die Entscheidung zwischen dem Klassiker Federkern und Latex- oder Kaltschaummatratzen. Galt die Schaumstoffvariante früher noch als eher unbequem, ist die Entwicklung mittlerweile stark vorangeschritten. Dank der verschiedenen Schichten kann das Körpergewicht perfekt verteilt werden, zusätzlich ist das Material sehr gut geeignet für Allergiker. Der Härtegrad der Matratze muss nach dem jeweiligen Körpergewicht ausgewählt werden. Je höher das Gewicht, desto härter sollte die Matratze sein. Ist die Matratze zu weich wird die Wirbelsäule nicht ausreichend gestützt und es kommt schnell zu Rückenproblemen. Hat man sich für ein Modell entschieden, ist es ungemein praktisch, dass man die Matratze für ein paar Tage probeschlafen kann. So merkt man schnell, ob sie die gewünschte Erholung bringt. Diesen kostenfreien Service bieten sogar Online-Händler an. Hersteller wie evemattress bieten sie sogar einen Testzeitraum von 100 Tagen an.  

Bildrechte: Flickr Sleeping Kenneth Lu CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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