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Brandenburg Mittwoch, 16 März 2016 12:00 |  von Redaktion

Studie zum Pilotprojekt „Inklusion“ bescheinigt enorme Herausforderungen und mangelhafte Ergebnisse

Studie zum Pilotprojekt „Inklusion“ bescheinigt enorme Herausforderungen und mangelhafte Ergebnisse Pixabay CC0 gemeinfrei

Jüngst wurden die Ergebnisse einer Studie zum Pilotprojekt “Inklusive Grundschule“ im Bildungsausschusses des Landtages Brandenburg vorgestellt. Bildungsforscher der Universität Potsdam haben das Pilotprojekt wissenschaftlich begleitet. Dabei haben sie unter anderem die schulischen Leistungen der Schüler in den Inklusionsschulen einer bundesweiten Vergleichsgruppe gegenübergestellt.

Seit Beginn des Schuljahres 2012/13 nahmen landesweit 84 Grundschulen am Pilotprojekt „Inklusive Grundschule“ teil. Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz beteiligten sich die Grundschule „Paul Noack“ aus Schipkau, die Grundschule aus Guteborn und die Pestalozzi-Grundschule in Großräschen.

Die Wissenschaftler hoben ausdrücklich den großen Einsatz und das Fachwissen der Lehrer in den Inklusionsschulen hervor. Jedoch stellten sie in der Studie auch fest, dass Schüler mit besonderem Förderbedarf weniger hinzulernten als andere Schüler. Die Leistungsschere geht im weiteren Verlauf immer weiter auseinander. Zudem leidet das Selbstwertgefühl bei den Förderschülern. Sie fühlen sich oft weniger von den Lehrern angenommen als die anderen Schüler.

Ingo Senftleben„Ich bin sehr besorgt über die Ergebnisse der Studie. Denn das Engagement der Schulen reicht nicht aus, die Landesregierung darf Inklusion in Brandenburg nicht als Sparmodell verstehen“, beschreibt Ingo Senftleben (CDU) seine Eindrücke. „Der erforderliche Unterricht in kleineren Klassen und die Ausstattung mit ausreichenden Sonderpädagogen ist aufgrund der Finanzausstattung und des Lehrermangels nicht gegeben. Daher bleiben die Kinder auf der Strecke und können nicht entsprechend gefördert werden. Es zeigt sich ganz klar, dass der Weg zu einem inklusiven Bildungssystem nur in kleinen Schritten gelingen kann und die Förderschulen auch zukünftig benötigt werden. Deshalb dürfen unsere Förderschulen nicht länger vernachlässigt werden und müssen den Eltern weiterhin als Alternative zur Verfügung stehen“, fordert Ingo Senftleben (CDU) nach der öffentlichen Vorstellung der Begleitstudie.

 

 

 



Quelle: Wahlkreisbüro des Landtagsabgeordneten Ingo Senftleben (CDU)

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