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Brandenburg Montag, 29 Februar 2016 15:55 |  von Redaktion

Equal Care Day am 29. Februar

Equal Care Day am 29. Februar

Ungleiche Arbeitsverteilung von Männern und Frauen beseitigen


Die Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Monika von der Lippe, macht aus Anlass des Equal Care Day am 29. Februar auf die ungleiche Verteilung von Erwerbs- und Hausarbeit zwischen den Geschlechtern aufmerksam. Sie sagt: „Ursache sind traditionelle Rollenbilder, die zur klassischen Doppelbelastung der Frauen führen. Zu denken gibt, dass selbst vollzeitberufstätige Frauen noch mehr Hausarbeit übernehmen als Männer.“ Der Schalttag, den es nur alle vier Jahre gibt, soll verdeutlichen, dass Männer über vier Jahre brauchen, um die Haus- und Pflegearbeit zu leisten, die Frauen in einem Jahr erbringen.

Die Zahlen stammen von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD), die diesen Unterschied weltweit nachgewiesen hat. Auch das statistische Bundesamt hat den Geschlechterunterschied in einer Zeitverwendungsstudie belegt. So leisten Frauen zwei Drittel ihrer Arbeit unbezahlt, Männer weniger als die Hälfte. Unter unbezahlte Arbeit fallen etwa Haushaltsführung und Betreuung der Familie. Damit verbringen Frauen am Tag im Durchschnitt rund eineinhalb Stunden mehr als Männer, während diese pro Tag etwa eine halbe Stunde mehr Freizeit haben, die sie vor allem vor dem Computer verbringen.

Es gibt auch handfeste Vereinbarkeitsprobleme: So geht bei Frauen mit Kindern die durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit weiter zurück, während sie bei Vätern steigt. Mütter verbringen in der Woche 11 Stunden mehr mit unbezahlter Arbeit als Väter.

Monika von der Lippe: „Auch in Brandenburg arbeiten vor allem Frauen unfreiwillig in Teilzeit oder können Arbeits- oder Ausbildungsplatz nur schwer vereinbaren. Rund 78 Prozent der Teilzeitbeschäftigten in Brandenburg sind Frauen, ihr Anteil an den ausschließlich geringfügig Beschäftigten beträgt rund 55 Prozent. Diese Zahlen verdeutlichen, dass es auch bei uns gelingen muss, dass Frauen wie Männer Familie, Pflege und Beruf oder Ausbildung besser vereinbaren können.“

 

 

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg

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