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Brandenburg Montag, 22 Februar 2016 22:03 |  von (4)

Online-Möbel im Boom: neue Namen etablieren sich

Online-Möbel im Boom: neue Namen etablieren sich

Möbel sind endlich im E-Commerce angekommen. Kein anderes Segment hat in den vergangenen Jahren so stark zugelegt, dementsprechend groß ist die Investitionsbereitschaft der führenden Shops. Denn jetzt entscheidet sich, wer in Zukunft die Nase vorne haben wird.

Online-Möbel als Spätzünder – heute umso stärker

Noch vor einigen Jahren, als der Online-Handel bei Mode, Elektronik und anderen Konsumprodukten längst boomte, gingen Möbel nur sehr schleppend über die virtuelle Theke. Das hatte vor allem einen Grund: Bei Möbeln ist die reale Erscheinung sehr wichtig, und auch der Komfortfaktor von Betten, Stühlen und Sofas ist ein Kaufkriterium, das online nicht gut „ertastet“ werden kann.

Mit einem immer breiteren Sortiment, sinkenden Preisen und Angeboten wie dem kostenlosen Versand haben die Online-Händler dennoch den Aufschwung geschafft. Die Statistik belegt das: Von 2012 auf 2013 wuchs der deutsche Online-Umsatz um ganze 30 Prozent, Experten gehen davon aus, dass bis 2020 beinahe 10 Prozent aller Möbelkäufe online stattfinden werden.

Marktanteile wachsen, die Anforderungen auch

Dabei fällt auf, dass klassische Möbelhändler den Umstieg beinahe allesamt verpasst haben. Der aktuelle Markt wird von neuen Namen dominiert, die sich ausschließlich auf das Online-Geschäft spezialisiert haben. Dort wird momentan ein genereller Trend deutlich: So sind die Produkte selbst zwar die Basis, ergänzend ist jedoch eine gehobene Service-Kultur nötig, um im Markt zu bestehen. Eine individuelle Beratung ist trotz Preis-Fokus ein klarer Selling Point, außerdem wird die Produktbandbreite durch eigene Varianten individuell vergrößert. So wurde erst kürzlich bekannt, dass moebel.de zwei Creative Directors (Text & Art) eingestellt hat, um die Inhouse-Kreation aufzubauen.

Es reicht also nicht mehr aus, Markenmöbel vielfältig anzubieten und günstig zu verkaufen – eigene Produkte sind unerlässlich, um das Firmenprofil zu schärfen und die Zielgruppe zu binden. Dass diese Art von Branding zunächst höhere Kosten bedeutet, ist logisch, doch in einem immer härter umkämpften Markt führt kein Weg an solchen Maßnahmen vorbei.

Was bedeutet der Wandel für den Stellenmarkt?

Zu guter Letzt sind die Wachstumspläne der Shops auch gut für den Arbeitsmarkt. Diese Entwicklung ist in allen Bereichen des Online-Geschäfts zu beobachten, ganz gleich, ob im Online-Gambling, bei E-Commerce-Dienstleistern oder im Online-Handel. Die Digitalisierung gefährdet Arbeitsplätze im stationären Handel und schafft im Gegenzug neue Stellen; es handelt sich also um eine Umverteilung unter modernen Gesichtspunkten.

Dafür sorgt auch der gestiegene Anspruch seitens der Kundschaft: Auch hochpreisige Premium-Möbel werden online immer häufiger gekauft. Das war früher undenkbar: Damals mussten die Shops vor allem über den Preis kommen. Doch mit wachsendem Vertrauen in das Sortiment sind auch teurere Möbel in den Fokus gerückt, und das nicht nur im Innenraum, sondern auch bei den Gartenmöbeln. Die Online-Szene bewegt sich also mit ganzheitlichem Ansatz voran und ist bereit, ihre Marktanteile noch auszubauen.

Bild: © istock.com/gerenme 

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